Roadform · Anschlussstellen

Raute

Wo eine Autobahn eine gewöhnliche Straße kreuzt und der Verkehr von der einen auf die andere wechseln muss.

Raute in Transport Fever 3, Axonometrie mit den Standardoptionen
TF3 · M · Oben: Straße · Verkehrsseite: Rechts. Höhen ×3.

Auf echten Straßen

Interstate 65 im Escambia County, Alabama, 1963, vor der Verkehrsfreigabe.
Interstate 65 im Escambia County, Alabama, 1963, vor der Verkehrsfreigabe. Federal Highway Administration, PD-USGov, Quelle

Eine Raute besteht aus vier Rampen und zwei gewöhnlichen Knotenpunkten. In jeder Fahrtrichtung führt kurz vor der Brücke eine Rampe von der Autobahn ab und kurz dahinter eine wieder auf sie zurück; die Rampen treffen an den beiden Knotenpunkten auf die kreuzende Straße, und dort wird jedes Linksabbiegen abgewickelt.

Die ersten Rauten, deren Rampen in Knotenpunkten auf die kreuzende Straße treffen, entstanden 1941 am Pasadena Freeway in Los Angeles. Die Straße wurde als Hochwasserschutzprojekt gebaut, das den Arroyo Seco in einen Kanal fasste, und ihre schmale Trasse ließ für nichts Breiteres Platz.1

Mitte der 1950er-Jahre waren alle Grundformen planfreier und teilplanfreier Knotenpunkte entworfen und gebaut.1 Am 29. Juni 1956 unterzeichnete Präsident Eisenhower den Federal-Aid Highway Act, der das National System of Interstate and Defense Highways auf 41 000 Meilen (rund 66 000 km) festlegte und 90 Prozent seiner Kosten übernahm.2 Heute ist die Raute die häufigste Bauform unter den planfreien und teilplanfreien Knotenpunkten, vor allem in städtischen Gebieten, weil sie vergleichsweise wenig Fläche braucht.3

Sie eignet sich dort, wo eine übergeordnete Straße eine untergeordnete kreuzt. Die Linksabbieger kreuzen den Verkehr der untergeordneten Straße plangleich, und wenn dieser Verkehr wächst, werden die beiden Knotenpunkte zum Engpass.4

Ebenen
2
Rampen
4
Knotenpunkte mit der kreuzenden Straße
2, plangleich
Konfliktpunkte im Fahrzeugverkehr
26: 10 Kreuzungs-, 8 Einfädelungs-, 8 Ausfädelungspunkte5
Flächenbedarf
vergleichsweise gering; abhängig von der Ausführung3
Geeignet für
eine übergeordnete Straße, die eine untergeordnete kreuzt4
Begrenzt durch
die Linksabbieger an den beiden Knotenpunkten4

Wo man sie sehen kann

  • I-70 bei Grainfield, Kansas, 1963.
    I-70 bei Grainfield, Kansas, 1963. Federal Highway Administration, PD-USGov, Quelle

    I-70 an der K-23, Ausfahrt 93, Grainfield, Kansas, USA. Karte

  • Anschlussstelle Farewell Bend auf einem neu gebauten Abschnitt der I-84 im Osten Oregons, 1968; rechts die alte US 30.
    Anschlussstelle Farewell Bend auf einem neu gebauten Abschnitt der I-84 im Osten Oregons, 1968; rechts die alte US 30. Federal Highway Administration, PD-USGov, Quelle

    I-84 an der US 30, Ausfahrt 353, Farewell Bend bei Huntington, Oregon, USA. Karte

Die Roadform-Anpassung

In Roadform

Anschlussstelle zwischen Autobahn und Straße mit zwei höhengleichen Rampenknoten.

In TF3 gebaut · S · Oben: Straße · Verkehrsseite: Rechts
In TF3 gebaut · S · Oben: Straße · Verkehrsseite: Rechts

Die Verbindungen im Grundriss

TF3 · M · Oben: Straße · Verkehrsseite: Rechts.

Raute, TF3, Ausführung: Standard

Größe und Kapazität

Die Größe bestimmt die Straßenbreiten und den Platzbedarf. Die Übersicht zeigt die Standardausführung. Die Anlage lässt Platz für breitere Straßen.

TF3 · Oben: Straße · Verkehrsseite: Rechts. Fahrstreifen je Richtung.
AusführungBreite × TiefeHöchste StraßeFahrstreifen je Richtung
S210 × 261 m8 mAutobahn: 2
Querstraße: 1
Rampen: 1
M210 × 273 m8 mAutobahn: 3
Querstraße: 2
Rampen: 2
L230 × 281 m8 mAutobahn: 3
Querstraße: 3
Rampen: 2

Welche Straße führt über die Brücke?

Wählbar ist, welche Straße über der Kreuzung liegt. Diese Wahl ist mit jeder Form und Größe kombinierbar.

TF3 · M · Verkehrsseite: Rechts. Höhen ×3.

Raute, Oben: Straße
Straße
Raute, Oben: Autobahn
Autobahn
Raute, Detail
Das Brückenprofil steigt um 8 m auf 53,3 m, eine Steigung von 15 %. Höhen ×3.

Quellen und Bildnachweise

  1. Evolution of Interchange Design in North America, J. P. Leisch and J. Morrall, Transportation Association of Canada, 2014. www.tac-atc.ca
  2. The Greatest Decade 1956-1966: Part 1 Essential to the National Interest, Federal Highway Administration. highways.dot.gov
  3. Roadway Design Manual, 15.3 Types of Interchanges, Texas Department of Transportation. www.txdot.gov
  4. Engineering Policy Guide, 234.2 Diamond Interchanges, Missouri Department of Transportation. epg.modot.org
  5. Diverging Diamond Interchange Informational Guide (FHWA-SA-14-067), Exhibit 4-3, Federal Highway Administration, 2014. rosap.ntl.bts.gov

Die Nachweise der realen Fotos stehen bei den Bildern. Roadform-Zeichnungen und Abmessungen stammen aus Transport Fever 3.